NBA-Star DeMar DeRozan spricht offen über seine Depression.

Millionengehälter sind kein Schmerzensgeld

3″Am liebsten sitze ich auf der Bank, noch lieber auf der Tribüne.” Mit diesen Worten hat der Fußballer Per Mertesacker kürzlich ein Tabu gebrochen. Auch in der NBA sprechen zwei Spieler offen über ihre Probleme.

Es handelt sich dabei um DeMar DeRozan von den Toronto Raptors und Kevin Love von den Cleveland Cavaliers. Der eine spricht über seine Depression, der andere über seine Panik-Attacke. Auch andere NBA-Spieler haben bereits über ihre Probleme gesprochen. Doch dass Superstars es tun, ist ungewöhnlich.

DeRozan und Love noch mutiger als Mertesacker

Ich ordne den Mut von DeRozan und Love sogar noch höher ein als den von Mertesacker. Der Fußballer beendet im Mai seine Karriere. Das Ende der Laufbahn von DeRozan (28) bzw. Love (29) ist nicht in Sicht.

In einem Artikel für Zeit Online habe ich mich mit den beiden Spielern und psychischen Erkrankungen bei Sportlern beschäftigt. Wenn Sportler offen über ihre Probleme sprechen, heißt es ja schnell: “Der verdient Millionen, er muss das aushalten können.”

Ein Psychiater, mit dem ich für den Artikel gesprochen habe, sagte dazu: Das Gehalt sei kein “Schmerzensgeld”. Eine Psychologin meinte: Das Gehalt mache die Situation der Athleten nicht unbedingt besser, sondern schlechter. “Wenn ich Geld bekomme, dann muss ich abliefern und gut sein – eben weil ich so viel Geld bekomme. Wenn ich das nicht tue, steigt der Druck natürlich umso mehr.”

Überrascht hat mich die Aussage der beiden Experten, dass Leistungssportler genauso anfällig sind für psychische Erkrankungen wie die normale Bevölkerung. Warum das so ist, erfährst Du in dem Artikel:

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Titelfoto: “Raptor’s DeMar DeRozan at NBA Allstar-Weekend 2016 (1)” von Iam_chihang, Lizenz CC BY 2.0