Steve Nash (r.)

NBA-Star Steve Nash: Assist-Maschine ohne Titel

Er war ein Spieler, der lieber gepasst hat als den Wurf selbst zu nehmen: Steve Nash. Der Aufbauspieler ist jetzt in der Hall of Fame. Seine Karriere hat er ohne Titel beendet. Einmal war er relativ dicht dran an der Meisterschaft.

Es ist 2004. Mein Kumpel kauft sich “NBA live” für den PC, und ich darf auch mal zocken. Mit den Dallas Mavericks, eh klar, wegen Dirk Nowitzki. Damals steht ein langhaariger Kanadier mit dichtem Achselhaar als Aufbauspieler im Kader der Mavs: Steve Nash.

Zu der Zeit ist Nash ein guter Aufbauspieler. Als klar wird: die Mavericks lassen Nash ziehen, können das viele nicht fassen. Der Kanadier geht zu den Phoenix Suns. Und startet richtig durch.

Nash spielt von 2004 bis 2012 bei den Suns. In diesem Zeitraum wird er zwei Mal zum MVP gewählt (2004/05, 2005/06) und legt mit einer Ausnahme (2008/2009) in jeder Saison ein Double-Double mit Punkten und Assists auf. Seine beste Saison ist wohl 2006/2007: Nash kommt im Schnitt auf 18,6 Punkte und 11,6 Assists.

Das Motto von Steve Nash: Lieber Passen als Werfen

Nash ist der perfekte Aufbauspieler für die Suns und ihren “run and gun”-Basketball, den Trainer Mike D’Antoni spielen lässt. Zwischen 2004 und 2010 erzielt das Team pro Spiel im Schnitt mehr als 110 Punkte. Nur 2005/2006 sind es weniger (108,4 Punkte) – dafür schaffen es die Suns bis in die Conference Finals, dem Halbfinale der NBA-Playoffs. Dort verliert Phoenix 4-2 gegen die Dallas Mavericks.

“Offense wins games, defense wins championships”. Das hätten sich die Phoenix Suns und Steve Nash damals auf das Trikot drucken lassen können. Denn trotz der vielen Punkte reicht es nicht zum Titel.

Nash ist in der Verteidigung lange nicht so gut wie im Angriff. Aber im Angriff ist er lange Zeit einfach spitze. Nash setzt seine Mitspieler wie ein klassischer Pointguard richtig gut in Szene, hat aber auch einen eigenen Zug zum Korb und ist selbst ein guter Scorer. Seine Freiwurfquote ist bis heute unerreicht.

2012 wechselt Nash zu den Los Angeles Lakers, in der Hoffnung, dass es vielleicht doch noch mit einem Titel klappt. Doch es klappt nicht. Auch, weil Nash nicht mehr in Topform und ständig verletzt ist. 2014 beendet er seine Karriere.

Titelfoto: “Washington Wizards v/s Phoenix Suns November 8, 2009 at Verizon Center in Washington, D.C.” von Keith Allison, Lizenz CC-BY SA 2.0