It's good to be Gronk von Rob Gronkowski

„It’s good to be Gronk“: Rob Gronkowskis Buch hat eine große Schwäche

Der beste NFL-Tight-End aller Zeiten! Das ist Rob Gronkowski zumindest für mich. Egal ob als Receiver oder im Blocking, „Gronk“ hat es drauf. Jahrelang waren er und Superstar-Quarterback Tom Brady DAS Duo in der NFL, erst bei den New England Patriots und später bei den Tampa Bay Buccaneers.

Ein Quarterback muss eine Defense lesen. Als Literatur-Quarterback lese ich auch – und zwar Bücher über American Football. Diesmal: „It’s good to be Gronk“ von Rob Gronkowski.

Ein Quarterback hat bei gewissen Plays mehrere Reads – also Optionen, was er mit dem Football tun kann. Ich gehe als Literatur-Quarterback bei meinen Buchkritiken vier Reads durch und tauche dabei immer tiefer ein.

First Read: Die Daten zu „It’s good to be Gronk“

  • Titel: It’s good to be Gronk
  • Autor: Rob Gronkowski und Jason Rosenhaus
  • Seiten: 224
  • Jahr: 2015
  • Sprache: Englisch
  • Verlag: Gallery/Jeter Publishing
  • Preis: 24,30 €

Second Read: Darum geht es bei „It’s good to be Gronk“

In 16 Kapiteln erzählt Rob „Gronk“ Gronkowski, wie er es vom College in die NFL zu den New England Patriots geschafft hat. In der Mitte des Buches gibt es auf acht Seiten Schwarz-Weiß-Fotos in niedriger Auflösung.

Third Read: Party-Rutsche und ein kaputter Rücken

Lebensfroh und sich nie für eine Party zu schade – dieses Image pflegt Rob Gronkowski in der Öffentlichkeit. Und in seinem Buch ist es nicht anders. Der Tight End erzählt, wie er am College von Tür zu Tür eine etwa 30 Meter lange Wasserrutsche aufgebaut und daraus ein Trinkspiel gemacht hat. „Ich nehme keine Drogen, fahre nicht besoffen Auto, breche keine Gesetze – ich will einfach nur eine gute Zeit haben, und nichts davon stört meinen Football-Job und das Ziel, mit meinem Team erfolgreich zu sein“, schreibt Gronk über seine Philosophie.

Der Tight End verrät auch, wann und wie er sich den Rücken zerstört hat: 2009 am College sah er, wie andere im Gym Deadlifts absolvierten. Gronkowski – der die Übung noch nie zuvor gemacht hatte – lud sich das Maximal-Gewicht auf. „Ich war ganz der Macho“, schreibt er. „Und da fühlte ich ein ‚Pop‘ in meinem Rücken.“ Ein Wirbel und Nerven wurden beschädigt. Es sollte nicht die einzige Verletzung in Gronks Karriere bleiben.

Interessant sind auch die detaillierten Einblicke in die Agenten-Suche. Gronkowski erzählt, wie die Favoriten aufeinander losgehen, um ihn zu überzeugen. Inklusiver zahlreicher Beschimpfungen.

Fourth Read: Für wen ist „It’s good to be Gronk“ geeignet?

Gronk hat das Buch nach seinem ersten Super-Bowl-Sieg 2015 geschrieben – es fehlen also viele gute Geschichten aus den Jahren danach, zum Beispiel sein Karriere-Ende und das Comeback bei den Tampa Bay Buccaneers. Das ist die größte Schwäche dieses Buches: Gronk hat es viel zu früh verfasst.

Da der Text recht luftig und mit viel Zeilenabstand formatiert ist, bekommt man jetzt nicht wirklich viel zu Lesen für sein Geld. Trotzdem gibt „It’s good to be Gronk“ einen Einblick, wie der Tight End so tickt und ist vor allem für Fans sicher eine Lektüre wert.

Hinweis: Der Verlag hat mir kein Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt.

Titelfoto: C. Höb