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NBA: Dennis Schröder muss bei den Thunder nicht von der Bank kommen

Aus deutscher Sicht ein echter Knaller in der Offseason der NBA: Dennis Schröder wechselt von den Atlanta Hawks zu den Oklahoma City Thunder. Viele sehen Schröder als Backup von Superstar Russell Westbrook. Es gibt aber noch eine andere Variante.

Dennis Schröder wollte weg von den Atlanta Hawks. Sein Wunsch ging in Erfüllung: Er wird zu den Oklahoma City Thunder getradet. Schröder kommt damit vom schlechtesten Team im Osten zu einem Playoff-Team im Westen.

Das ist für Schröder top. Die Frage ist: Welche Rolle wird er bei den Thunder spielen? Bei den Hawks war Schröder als Pointguard gesetzt. In der Saison 2017/2018 kam er auf 19 Punkte, 6 Assists und 3 Rebounds pro Spiel. Bei OKC gehört der Startplatz auf der Aufbau-Position ganz klar Russell Westbrook. Der legte in der vergangenen Saison wieder ein Triple-Double auf: Er kam auf 25 Punkte, 10 Rebounds und 10 Assists pro Spiel.

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Auf Social Media und in einigen Artikeln habe ich gelesen: „Schröder wird Ersatzmann von Westbrook.“ Aufgrund der fehlenden Tiefe der Thunder-Bank würde das Sinn machen. Ich glaube aber: Wir könnten Schröder in der neuen Saison öfter mal als Starter sehen – und zwar neben Westbrook.

Dennis Schröder als Starter neben Russell Westbrook

Wie ich darauf komme? Es gibt zu wenige Minuten für Spieler, die als Westbrook-Backup auflaufen. In der vergangenen Saison stand Russell mehr als 36 Minuten pro Spiel auf dem Feld. Bleiben 12 Minuten für Ersatzmann Schröder.

Das halte ich für zu wenig. Schröder ist gut genug, um mehr zu bekommen. Ich kann mir aber schwer vorstellen, dass Westbrook in der neuen Saison weniger auflaufen wird. Also warum nicht beide in die Startaufstellung packen? Das Lineup könnte dann so aussehen:

Russell Westbrook – Dennis Schröder – Andre Roberson – Paul George – Steven Adams

Es wäre ein „Small Ball“-Lineup, wie es in der NBA modern ist. Die Aufstellung erlaubt eine schnelle Spielweise und würde perfekt zu Monster-Athlet Westbrook passen.

Im Angriff kann Westbrook weiterhin zum Korb ziehen und selbst abschließen. Er kann das Pick and Roll mit Steven Adams spielen, selbst abschließen oder auf Adams ablegen. Oder beim Zug zum Korb auf einen der Shooter Schröder und George passen.

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Westbrook könnte aber auch hin und wieder Schröder das Ballhandling überlassen und so Kräfte sparen, während er auf dem Feld ist. Schröder wiederum hat ebenfalls einen starken Zug zum Korb, den OKC nutzen kann.