Dallas Mavericks

Die etwas anderen besten NBA-Spieler aller Zeiten

Michael Jordan, LeBron James oder Kobe Bryant: Diese Namen tauchen oft auf, wenn es um die Frage geht: Wer ist der beste Basketballer aller Zeiten? Ich gebe euch sechs abseitige Alternativen.

Dennis Rodman

Dennis Rodman? Der ist doch total durchgeknallt und pflegt Beziehungen zu Nordkorea. Yup. Da habt ihr recht. Aber auf dem Feld war der Power Forward berühmt für seinen Einsatz (“Hustle”). Rodman hechtete nach jedem Ball, auch wenn es offenbar keine Chance mehr gab, das Leder zu erreichen. Er war kein Scorer. Aber seine Einstellung in der Verteidigung macht ihn für mich zu einem der besten Spieler der NBA.

Robert Horry

“Scheiß’ drauf, ich werfe. Ich spiele ab jetzt nur noch meinen Stil”, sagte Robert Horry einmal. Der Power Forward wurde zum Crunchtime-Killer und verwandelte zahlreiche wichtige Würfe. Sein Spitzname: “Big Shot Rob”. Er war nie in der ersten Reihe, holte aber mit Spielern wie Tim Duncan, Shaquille O’Neal und Hakeem Olajuwon Titel. Mit drei verschiedenen Teams (Houston Rockets, Los Angeles Lakers, San Antonio Spurs) gewann er insgesamt sieben NBA-Championships – also eine mehr als Michael Jordan!

Steve Nash

Kein Ring. Aber Boy, was für Assists der Junge aus Kanada auflegte! Meiner Meinung nach der beste Aufbauspieler der NBA, den ich jemals habe spielen sehen. Seine größte Zeit erlebte er bei den Phoenix Suns (die Dallas Mavericks waren so blöd, ihn zu traden): In acht Spielzeiten legte er im Schnitt fast elf Assists und mehr als 16 Punkte pro Spiel auf und wurde zweimal zum wertvollsten Spieler der NBA (MVP) gewählt. Leider hatte er gegen Ende seiner Karriere mit Verletzungen zu kämpfen.

Vince Carter

Vince Carter hat zwar keinen Titel. Er gehört für mich aber zu den besten In-Game-Dunkern der NBA-Geschichte. Er müsste eigentlich inzwischen längst Knieprobleme haben und die Sneaker an den Nagel hängen. Doch der Typ macht weiter! Er spielt in seiner 21. Saison und ist 40 Jahre alt. Was für ein Durchhaltevermögen, Respekt!

Ben Wallace

Mit einer Größe von 2,06 Metern war Ben Wallace eigentlich etwas zu klein für einen Center. Doch seine Physis und Athletik waren brutal. Wallace kam in den NBA-Saisons von 2000 bis 2007 im Schnitt auf mindestens zehn Rebounds (vier davon offensiv), dazu kamen zwischen zwei und drei Blocks pro Partie. Verteidigung pur! Er wurde viermal zum besten Verteidiger der Liga gewählt, 2004 holte er mit den Detroit Pistons die Meisterschaft.

Shawn Marion

Den besten Gegenspieler verteidigen, auch wenn er einen Kopf größer ist. Oder den Schnellangriff mit einem spektakulären Dunk abschließen. Shawn Marion war ein sehr vielseitiger Spieler, darum der Spitzname “The Matrix”. In den 2000er Jahren war er zusammen mit Steve Nash ein Teil der Phoenix Suns mit ihrem berühmten “run and gun”, später landete er bei den Dallas Mavericks – und holte in der Saison 2011 als Starter und zusammen mit Dirk Nowitzki die Meisterschaft.

Titelfoto: “63377935” von Danny Bollinger, Lizenz: CC BY 2.0